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Fr. 01.09.2017 21:00 Uhr
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Mi. 06.09.2017 20:15 Uhr
Gehörzellenmassaker

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Fr. 08.09.2017 21:00 Uhr

Sa. 23.09.2017 20:00 Uhr

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Mi. 27.09.2017 20:30 Uhr

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Fr. 29.09.2017 20:00 Uhr
Sonnige Aussichten - Tag 1

mehr beim Schicksaal

VoKü im TWH

Kiez Cousine im TWH
jeden Dienstag von 18-22 Uhr
ab 15.6.2010

mehr Infos

Brandanschläge auf's Tommyhaus und 4 weitere linke Projekte


siehe auch: Stellungnahme des Kollektivs vom Tommy Weisbecker Haus

wir dokumentieren:


(27.06.2011: www.jungewelt.de/2011/06-28/027.php)

nazibrandanschlag 2011 (27.06.2011)

Erklärung der ALB (Antifaschistische Linke Berlin) vom 27. Juni zu Brandanschlägen in der Hauptstadt auf Wohnhäuser in der Nacht zu Montag:

In der Nacht zu Montag fanden mindestens fünf Brandanschläge auf linke Projekte in Berlin statt. Die Nazis, die für diese Anschläge verantwortlich zu machen sind, nahmen dabei die direkte Gefährdung von Menschenleben zumindest in Kauf. Da sie auch konkret drei Wohnhäuser anzündeten, ist es nur dem Zufall und Glück zu verdanken, daß niemand ums Leben kam.

Vor dem selbstverwalteten Hausprojekt Tommy-Weisbecker-Haus in Kreuzberg sind in der Nacht zwei Autos in Flammen aufgegangen, nur das schnelle Eingreifen der Bewohner konnte ein Übergreifen auf das Haus verhindern. In Neukölln wurde das Kinder- und Jugendzentrum »Anton-Schmaus-Haus« der Sozialistischen Jugend Deutschlands – Die Falken mit Brandsätzen angegriffen und zerstört. Es kann momentan nicht genutzt werden, so daß Platz für die pädagogische Arbeit fehlt. Außerdem wurden drei Wohnhäuser angegriffen, in der Lottumstraße (Prenzlauer Berg), Kastanienallee (Prenzlauer Berg) und der Red-Stuff-Antifa-Laden in der Waldemarstraße (Kreuzberg). Auch in den anderen beiden Häusern befinden sich linke Projekte. Insbesondere die Brandanschläge auf Wohnhäuser in denen Menschen schlafen, können als Mordversuch der Nazis verstanden werden.

Alle angegriffenen Projekte wurden im Vorfeld auf Outing-Listen des Nationalen Widerstands (NW) Berlin genannt. Auf dessen Homepage gab es wenige Stunden vor den Brandanschlägen einen Aufruf loszulegen, der nach den Ereignissen der letzten Nacht als Startsignal gewertet werden kann. Zitat: »Brecht den Terror der Roten! Linke Lokalitäten sind auf der Berliner Widerstandsseite zu finden. Bewegt Euren Arsch ...!« Sebastian Schmidtke, der schon für den Naziaufmarsch am 14. Mai durch Kreuzberg verantwortlich war, bei dem mehrere Menschen verletzt wurden, gilt als Verantwortlicher der Homepage des NW Berlin. Er entwickelte sich zu einer Art Bindeglied zwischen der gewalttätigen Berliner Kameradschaftsszene und der Berliner NPD.

Bereits früher gab es Brandanschläge auf linke Projekte in Berlin, so wurde Ende Oktober 2010 der Infoladen M99 angegriffen. Auch damals befanden sich Menschen im Gebäude. Lars Laumeyer von der Antifaschistischen Linken Berlin zeigte sich empört über die erneuten Mordversuche der Nazis und das koordinierte Vorgehen: »Ein braunes Netzwerk um den NW Berlin greift mittlerweile durch gezielte Brandanschläge auf Wohnhäuser Menschenleben an. Dabei zeigen sie ihr menschenverachtendes Weltbild, das Menschen, die nicht ihrer Vorstellung entsprechen, als minderwertig einstuft.« Linke Gruppen rufen für den heutigen Dienstag zu einer Spontandemonstration auf. »Wir werden diese feigen Naziangriffe nicht unkommentiert stehen lassen«, so Laumeyer weiter. »Antifa heißt Angriff!«

Demonstration zum Tommy-Weisbecker-Haus,
Dienstag, 28. Juni, 19 Uhr, Start: Heinrichplatz (U-Bhf. Kottbusser Tor)



demo gegen naziterror (28.06.2011 - 19 Uhr Heinrichplatz)


Plakat zum download und verteilen: [hier]


(30.06.2011: www.jungewelt.de/2011/06-30/049.php):

Protestdemonstration nach Brandanschlägen von Neonazis in Berlin

Berlin. Mehr als 2500 Antifaschisten zogen am Dienstag abend unter dem Motto »Gegen Naziterror – Linke Strukturen verteidigen!« vom Heinrichplatz zum Tommy-Weisbecker-Haus in Berlin-Kreuzberg. Das Wohn- und Kultur-Projekt gehört zu fünf Objekten, die in der Nacht zum Montag von Neonazis mit Brandsätzen angegriffen wurden. In Redebeiträgen solidarisierten sich Vertreter von ver.di-Berlin, der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes sowie der Linkspartei Friedrichshain-Kreuzberg mit den Betroffenen und riefen zu weiteren Protesten auf.

Mobilisiert wurde unter anderem zur Verhinderung einer Veranstaltung der »Bürgerbewegung Pro Deutschland« am heutigen Donnerstag im Rathaus Kreuzberg. Treffpunkt ist ab 17 Uhr vor dem Gebäude (Yorckstraße 4–11). Eine weitere Demonstration gegen Neonaziläden wird am 8. Juli in Schöneweide stattfinden. (jW)


(29.06.2011: www.umbruch-bildarchiv.de/bildarchiv/ereignis/280611antifademo.html)

Demo gegen Nazianschläge auf linke Projekte

demo gegen nazibrandanschlaege 2011 (28.06.2011)

Mehr als 2000 Menschen beteiligten sich am 28. Juni 2011 an einer kurzfristig mobilisierten Antifa-Demonstration durch Kreuzberg. Sie stand unter dem Motto: »Gegen Naziterror - Linke Strukturen verteidigen!« und führte vom Heinrichplatz zum Tommy Weißbecker Haus. Anlass war eine Serie von Brandanschlägen gegen linke Wohn-, Info-, und Kulturprojekte in der Nacht vom 26 auf den 27.Juni 2011. Betroffen waren der Infoladen Red Stuff, das Tommy Weißbecker Haus, das Bandito Rosso, das Tuntenhaus und das "Anton-Schmaus Haus"/Falkenheim. Während beim Bandito Rosso und Red Stuff der Versuch scheiterte, die Läden anzustecken, brannte das Kinder- und Jugendzentrum der „Sozialistischen Jugend Deutschlands – die Falken“ in Rudow in weiten Teilen aus. Alle angegriffenen Projekte wurden im Vorfeld auf Outinglisten des »Nationalen Widerstands Berlin« (NW) genannt. Die Anschläge fanden koordiniert statt, nachdem über ein Rundschreiben des NW Berlin, ein Startsignal gegeben wurde.

siehe auch Umbruch Bildarchiv Fotos: Demonstration gegen Nazianschläge auf linke Projekte

Um den Neonazis auch in »ihrer Homezone« auf die Pelle zu rücken, wird es am Freitag, den 8. Juli im Berliner Ortsteil Schöneweide eine weitere Antifa-Demo geben.


(30.06.2011: www.tagesspiegel.de/berlin/kreuzberger-verhindern-pro-deutschland-treffen/4344848.html)

Kreuzberger verhindern "Pro Deutschland"-Treffen

Mehrere hundert Demonstranten haben eine Wahlversammlung der rechtspopulistischen Partei Pro Deutschland in Kreuzberg verhindert. Die Polizei hielt die Gruppen auseinander.

Es war ein Mix von Protest und Happening, sogar Clowns und Artisten waren unter den Gegendemonstranten, als die ultrarechten Islamgegner von „Pro Deutschland“ am Donnerstagabend umringt von Polizisten zu ihrer Tagung im Kreuzberger Rathaus schritten. Sprechchöre schallten den rund dreißig meist älteren Männern entgegen: „Haut ab, das ist unser Bezirk“, riefen die etwa 200 Demonstranten von der Gewerkschaft Verdi, SPD, Grünen und antifaschistischen Gruppen. Schließlich gelang es den protestierenden Kreuzbergern, das als Provokation geplante Treffen von „Pro Deutschland“ in ihrem Bezirk friedlich zu verhindern. Das ist ein großartiger Erfolg“, rief ihnen Bezirksbürgermeister Franz Schulz (Grüne) danach zu.

Bis zu den Eingängen des Rathauses kamen die Ultrarechten noch unter Polizeischutz voran, dann aber mussten sie unverrichteter Dinge im Parterre kehrt machen. Die Treppe zum Saal der Bezirksverordnetenversammlung, den sie angemietet hatten, war von Gegnern blockiert – und die Polizei griff hier aus rechtlichen Gründen nicht ein. (...)


(30.06.2011: www.umbruch-bildarchiv.de/bildarchiv/ereignis/300611pro_deutschland_bleibt_draussen.html)

Pro Deutschland muss draussen bleiben

Pro Deutschland muss draussen bleiben (30.06.2011)

Mit einer Blockade und einem Fest haben am 30. Juni 2011 mehrere hundert Menschen eine Veranstaltung der rechtspopulistischen Partei "Pro Deutschland" in Berlin verhindert. Sie versammelten sich am frühen Abend mit Unterstützung des Kreuzberger Bezirksbürgermeisters Franz Schulz (Grüne) vor und im Bezirksamt. 14 von der Polizei abgeschirmte Anhänger von Pro Deutschland kamen in einem heftigen Gerangel nicht bis zum Eingang. Die Polizei war mit einem Großaufgebot rund um das Gebäude vertreten, verzichtete nach einem Anlauf aber darauf, die Blockade vor dem Bezirksamt gewaltsam wegzuräumen. Die Sympathisanten von Pro Deutschland – ausgerüstet mit Fußballtröten – bliesen entschlossen zum Rückzug und fuhren in Taxis davon.

siehe auch Umbruch Bildarchiv Fotos: Erfolgreiche Blockade des Bezirksamtes am 30.06.2011